Nach dem wir in den letzten Jahren einige Möglichkeiten
des Transfers zum Flughafen getestet hatten, entschieden wir uns diesmal zur
Anreise mit dem eigenen PKW. Aufgrund
des Umstandes, dass dieser Trip nur ein „Kurzurlaub“ von 3Wochen ist, war der
Preis des Parkplatzes mit rund 70€ vertretbar.
Aufgrund der
Wetterlage hieß es dann heute 4Uhr Abfahrt - ergo 3 Uhr aufstehen. Für mich,
der bekanntlich so seine kleinen Probleme mit dem Frühaufstehen hat, schon die
erste Herausforderung des Tages.
Pünktlich um 4 Uhr stand Matze vor der Tür.
Die Fahrt nach Frankfurt verlief ereignislos, um nicht zu
sagen langweilig. Die erwarteten Verkehrsbehinderungen durch Schnee, Eis, Unfälle und Baustellen blieben aus und auch
die Schnarchnasen auf der Mittelspur hielten sich in Grenzen.
Auf Höhe Gießen wollten hielten wir nach einer geeigneten
Raststätte Ausschau. Der McD in Reiskirchen erschien uns hinsichtlich der Umstellung
auf amerikanische Esskultur geeignet. Es gab nur ein kleines Problem. Dieser
hatte kurz vor 7 Uhr noch die Rollläden unten – klar, wer geht schon früh um 7
in „Reis“-kirchen zu McD frühstücken – wahrscheinlich eher chinesisch oder
japanisch.
Also weiter. Irgendwann hielten wir dann auf einem
Rastplatz an und frühstückten – in Ruhe.
Gegen 8:30 Uhr Ankunft nach einer kleinen Rundfahrt um
und unter dem Flughafen am Parkplatz. Die Temperaturen stiegen
erfreulicherweise, wenn auch knapp ins Positive – plus 2 Grad – na immerhin…
Vom Parkplatz sollte es mit einem Shuttlebus zum Terminal
gehen. Dieser kam dann auch recht bald. Nach dem wir und die anderen Wartenden
eingestiegen waren, enteilte der Fahrer stehenden Fußes mit den Worten „Kollege
kommt gleich“.
Natürlich ließ der Flüchtling die Türen offen – hm… so
warm waren die 2 Grad dann auch wieder nicht. Und tatsächlich kam dann nach
gefühlten 5min der Kollege und es ging los.
Der Frankfurter Flughafen war in den letzten Jahren immer
der Ausgangspunkt für unsere Reisen, so dass dieser nicht mit Neuigkeiten
aufwarten konnte und so trampelten wir unsere obligatorische Runde und checkten
ein.
Abflug 12:15 Uhr
ab Frankfurt
Die Boeing 747 stellte sich als ein sehr frühes Modell
vor. Dementsprechend sah das Interieur und die Entertainmentausstattung aus –
ein großer Kinosaal mit Hauptleinwand – auf dem Flur. Und die Crew war
wahrscheinlich noch die Erstbesetzung.
Laut Reiseplan sollte der Flug nach San Francisco 11h 30
dauern, aber der Kapitän war der Meinung es in 10h20 zu schaffen – wahrscheinlich
hatte er geheimen Hyperantrieb an Bord während die Anderen nur mit Stadtgas flogen.
Das Unterhaltungsprogramm erwies sich dann unter den
historischen Voraussetzungen als brauchbar und die gut 10Stunden vergingen wie …
10 Stunden.
Ankunft ca.14 Uhr (Ortszeit) in San Francisco, der Stadt,
die uns das letzte Mal gar nicht gehen lassen wollte.
Etwas warten bei der Passkontrolle. Wir hatten natürlich
den Passfuzi erwischt, der entweder besonders gründlich oder einfach nur extrem
langsam war. Als dann der Nachbarschalter öffnete bogen wir spontan ab. Da
wieder die üblichen Punkte –Gesichtskontrolle und Fingerabdrücke und überflüssige
Fragen wie:
Wo wollen Sie hin?
Was wollen Sie hier?
Wie lange sind sie
hier?
Wollen Sie sich das nicht doch noch mal überlegen?
Die restlichen Formalitäten gingen dann verhältnismäßig
zügig – Gepäckaufnehmen, Deklarationskontrolle, Gepäck wieder abgeben und erneute
Leibesvisitation am Sicherheitsschalter. Dann wieder warten – 3h.
Die Boeing 757 nach Honolulu war modern, zu modern, das
Entertainmentprogramm konnte nur mit der Kreditkarte gesteuert werden.
Allerdings holte uns der Jetlag schnell ein und das Fernsehprogramm
war egal. Der Versuch dem Verlangen nach Schlaf nachzukommen mündetet in abstrakten
Haltungspostionen innerhalb des recht engen Gestühls, so dass ich hinterher wie
ein modernes Kunstwerk, mit diversen Druckstellen im Gesicht, aussah.
Ankunft 21 Uhr in Honolulu. Gepäck einsammeln und ab zum
Mietwagenverleih. Der reservierte Kleinwagen stand allerding nicht zur
Verfügung, also upgrade auf Kompaktklasse und wir konnen uns einen aussuchen –
wir entschieden uns für einen Subaru
Impreza 4WD.
Die Fahrt bis ins Zentrum verlief recht entspannt, nur
dass die Navitante ihre Sprache verloren hatte oder vielmehr ich ihr diese
nicht explizit erteilt hatte. Dann kurz vor unserem Ziel – Straße gesperrt –
Stau. Die Freundlichen Herren in Uniform lotsten uns und alle anderen dann auch
noch in eine Sackgasse, die uns fast einen halbe Stunde gekostet hat – Mahalo.
Als
wir uns dann da wieder freigedrängelt
hatten, noch eine größere Runde um den Block gedreht und wir waren da – das
Vive Hotel in der Kuhio Avenue - das Zimmer im 11 Stock, recht klein, aber
augenscheinlich ruhig gelegen mit Parkservice für 25$ extra.
Mittlerweile war es Mitternacht und wir schlenderten dann
zum Tagesausklang durch unser „altes“ Viertel (unser letztes Hotel ist nur 3
Querstraßen entfernt) und erfuhren auch den Grund der Straßensperrung - ein Straßenfest. Nur kamen wir leider zu
spät und konnten nur noch bei den Aufräumarbeiten mit abfeiern.
Ein kleiner Snack aus dem Supermarkt sollte uns als
Abendmahl reichen. Nach gut 30h
Reisezeit waren wir dann auch gründlich im Eimer.
Schön, dass ihr gut angekommen seid! Habt viel spaß auf eurem trip! Die stellen mit dem "modernen kunstwerk" und den "druckstellen im gesicht" hat uns am besten gefallen :-D! Viele grüße, schwani und mela...
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