Dank der pharmaforschenden Unternehmen ist es mir gelungen
diese Nacht durchzuschlafen und die Erkältung am heutigen Tag war soweit
abgeklungen.
Der Tag begann sonnig und so entschieden wir uns, das zu
nutzen und die Westküste unsicher zu machen. Also rauf auf den Highway und raus
aus Honolulu.
Der Highway 93 führt entlang der Küste nach Norden zum Kaena
Point. Die letzen 4km waren dann zu Fuß zurückzulegen. Der Walk ging über Stock
und Stein direkt an den Klippen entlang – rechts Berge, links Abhang dann
Wasser. Aber das Beste daran, keine Menschen. Am Kaena Point angekommen, mussten
wir erst durch eine Art Seuchenschleuse – Schuhe abputzen, durch ein Tor, durch
irgend so eine Pfütze und zum anderen Tor wieder raus.
Dann wussten wir auch warum – wir waren im Brutgebiet von
Albatrossen. So nach und nach kamen noch einige mehr Wanderfreunde am Kanea
Point an. Während ich so am Fotos schießen war, tauchen in Küstennähe Wale auf
– Perfekt, Walbeobachtung vom Strand aus. Die Wale (meiner laienhaften
Einschätzung nach, Buckelwale, aber ich kann mich irren) schienen auf der Jagd zu sein. Sie schlugen
mit den Fluken immer wieder aufs Wasser, um so die (Krill?)Schwärme zusammen
zutreiben. Wow, was für ein Schauspiel.
Auf dem Rückweg kam uns dann ab und zu mal ein
versprengter Wanderer entgegen.
Inzwischen war Mittag durch und uns frönte nach einem Mittagsnack
bei Taco Bell.
Mittlerweile merkten wir auch, welche Stelle wir
vergessen hatten mit Sonnencreme einzureiben. Eine davon war bei mir im Gesicht,
welches nicht so ganz flächendeckend gesalbt war, so dass ich ein wenig aussah,
wie Häuptling Iwi’ole auf dem Kriegspfad.
Etwas außerhalb von Makaha machten wir Halt am Strand, während
Matze in die Fluten sprang, reichten mir die nassen Beine … und Hose.
Die Strände hier an der Westküste sind echt ein Tipp -
breite Strände, Wellengang (Vorsicht vor Strömungen), Surfer, überschaubbare
Anzahl an Strandnutzern. Diese Strände werden vorrangig von Einheimischen
frequentiert. Wer also mal nen richtigen Strand sehen will und nicht nur den künstlichen
Waikiki Schickimickitourisandkasten – ab an die Westküste.
Auf der Suche nach Kaneana Cave fuhren wir die Strecke
nochmal ab, eh wir dann ein unscheinbares Loch neben der Straße entdeckten –
naja, wir hatten mehr erwartet.
Am späten Nachmittag fanden wir uns am Nanakuli Beach ein,
um den Sonnenuntergang mitzunehmen.
Auf dem Rückweg nach Waikiki nahmen wir natürlich noch
den feierabendlichen Stau mit.
Nachdem wir gestern das Lokal LaCucaracha auf Getränke getestet
hatten, wollten wir heute mit dem Essen weitermachen.
Gegen 22 Uhr wurde es, wie gehabt, ruhiger auf den
Straßen und so machte ich mich noch einmal auf den Weg, um noch einige Fotos
vom nächtlichen Waikiki zu machen, während Matze sich zum Matratzenhorchdienst
abmeldete.

Tschakka!
AntwortenLöschenIch habe jetzt einige Tage am Stück nachgelesen und muss ein Kompliment aussprechen, es macht Spass hier mitzulesen.
Bzgl. der Wale denke ich auch das es Buckelwale sein könnten, reineweg aus Erfahrung von Neuseeland und Kanada.
Weiterhin viel Spaß und viele positive Eindrücke.
LG Ronny Götze.